Der Weg zur Selbständigkeit als Hochzeitsplaner

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Der Weg in die Selbständigkeit

Wie wird man eigentliche Hochzeitsplaner?

Grundsätzlich ist der Beruf des Hochzeitsplaners in Deutschland nicht geschützt. Jeder darf sich Hochzeitsplaner nennen und ein Gewerbe als Wedding Planner anmelden. Als Grundvoraussetzung sollte man aber mindestens folgende Eigenschaften mitbringen:

  • Einsatzbereitschaft
  • Durchhaltevermögen
  • Organisationstalent
  • Freude am Dienstleisten
  • Durchsetzungsvermögen
  • Sehr gute Computerkenntnisse
  • Ein dickes Fell
  • Kreativität
  • Sehr gutes Zeitmanagement
  • Gutes und gepflegtes Auftreten
  • Empathie
  • Der Wille zur SELBST – STÄNDIGkeit
  • Eine/n Familie/Partner, die hinter dem Job stehen
  • Disziplin

Wichtig: Die Selbstständigkeit ist nicht für jeden etwas. Man sollte sich gut und realistisch überlegen, ob man das Risiko und die Verantwortung eingehen möchte und ob man die vorab genannten Eigenschaften besitzt. Hinzu kommt das Finanzielle. Man sollte genug Rücklagen gebildet haben, sowohl für die Gründungskosten, als auch für die Durststrecke bis zu regelmäßigen Einnahmen.

Zusätzlich ist es aber sinnvoll möglichst viel Wissen und Erfahrung aus vorherigen Arbeitsverhältnissen und Ausbildungen mitzubringen.

Aus- und Weiterbildung für Hochzeitsplaner
Viele haben gerade ihre Hochzeit organisiert, hatten daran große Freude und es ist ihnen gut gelungen. Nun möchten sie sich selbständig machen. Auch, wenn es rechtlich erlaubt ist, ohne größere Vorbildung diesen Beruf auszuüben, so raten wir davon ab.

Man sollte sich klar machen, dass es etwas ganz anderes ist, seine eigene Hochzeit zu organisieren, als die von Kunden. Hinzu kommt, dass – wenn man es professionell machen möchte – man damit Geldverdienen muss.

In jedem Handwerksberuf sollte man Meister sein, bevor man sich selbständig macht. Und das aus gutem Grund! Das Wissen und die Erfahrung, die man in vielen Jahren Praxis plus der theoretischen Ausbildung gesammelt hat, ist wichtige Grundlage für jede Selbständigkeit.

Wedding Planer ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Viele, die in diesem Job tätig sind, haben z.B. Eventmanagement studiert oder eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau/Veranstaltungskaufmann absolviert bzw. eine vergleichbare Ausbildung im Hotel-/Restaurantfach durchlaufen. Auch Bankett-/Veranstaltungsleiter oder andere Angestellte, die mit der Eventorganisation in ihrer Firma zu tun hatten, haben eine recht gute Vorbildung.

Ein Praktikum oder eine Anstellung bei einem Hochzeitsplaner zu erhalten, ist in der Regel nicht so einfach. Das liegt zum einen daran, dass viele gar keine Mitarbeiter haben bzw. eventuell nur in der Hochsaison Mitarbeiter engagieren. Zum anderen möchten sich viele Planer nicht in der eigenen Region Mitbewerber heranziehen.

Sinnvoll ist es, neben der praktischen Erfahrung eine Weiterbildung zu buchen. Diverse IHKs bieten gute Kurse zur Existenzgründung. Hier lernt man die Basics zur Gründung eines Unternehmens. Dazu gehören z.B. Informationen zu Marketing, Versicherung, Finanzierung etc.

Zusätzlich zu den genannten Aus- und Weiterbildungen gibt es auch sogenannte Existenzgründungscoaches, die einem bei wichtigen Grundlagen wie: Buchhaltung, Abrechnung, Marketing, Businessplan & Co., Gründungskredit etc. die wichtigen und richtigen Starthilfen geben.

Darüber hinaus lohnt es sich, einen Kurs gezielt zur Hochzeitsplanung zu buchen.

Wir bieten zum Beispiel Fernkurse für eine komplett flexible Zeiteinteilung sowie Powercoachings für den schnellen und intensiven Start.

Start in die Selbständigkeit als Hochzeitsplaner
Mit der vorab genannten Vorbildung kann man schon wesentlich sicherer in die Selbständigkeit starten.
Für die finanzielle Unterstützung kann man sich über einen Gründungskredit Gedanken machen.
Ansonsten ist der erste Schritt in die Selbständigkeit natürlich die Gewerbeanmeldung.

Hochzeitsplaner-Grundausstattung
Was benötige ich eigentlich als Hochzeitsplaner?

Die meisten Planer arbeiten zumindest am Anfang von zu Hause aus. Es genügt an Grundausstattung z.B. ein Schreibtisch samt Bürostuhl und Regal sowie PC/Laptop/Tablet, Mobiltelefon und Drucker.

Je länger man dabei ist, desto mehr Platz wird man zur Ablage von Unterlagen und Materialien benötigen. Dann ist ein eigenes Büro entweder in Form eines separaten Zimmers zu Hause oder die Anmietung eines externen Büros sinnvoll.

Bei der Anmietung eines Büros gibt es unzählige Möglichkeiten von kleinen Bürogemeinschaften mit Freunden und Bekannten über Coworking-Spaces bis zu ganz eigenen Räumlichkeiten mit eventuell sogar mehreren Räumen.

Sofern man als Einzelkämpfer*in arbeitet und die nötige Ausstattung für eine Videokonferenz (Kamera und Internetzugang) besitzt, kann man in der heutigen Zeit in der Regel auf ein repräsentatives Büro zum Kundenempfang verzichten.

Ein weiteres unerlässliches Teil der Grundausstattung sollte ein eigener PKW sein, um flexibel zu Terminen an allen Orten auch außerhalb der Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln zu sein und auch mal Material transportieren zu können.

Noch mehr Grundausstattung – das „Repertoire“ eines Hochzeitsplaners
Von vielen unterschätzt wird die Vorarbeit, die wichtig ist, um seine Dienstleistung als Hochzeitsplaner professionell anbieten zu können. Hierzu gehört vor allem die Recherche von Locations, Lieferanten und Dienstleistern. Nur mit einem guten Repertoire gefüllt mit zahlreichen Adressen, kann man als Hochzeitsplaner professionell arbeiten. Es sollten auch keine rein im Internet recherchierten Adressen sein. Locations müssen besichtigt werden, mit Lieferanten und Dienstleistern müssen Gespräche geführt werden bzw. sogar ihre Geschäfte besucht werden und Musikern sollte live zugehört werden. Dies ist nicht nur die Vorarbeit, sondern sollte ein stetig aktualisierender Prozess sein. 

Was macht mich als Hochzeitsplaner aus?
Auf dieses Thema gehen wir auch in unserem Kurs an der Hochzeitsplaner Akademie genauer ein. Er ist eine wichtige Grundlage für den späteren Erfolg.

Erste inhaltliche Fragen sind z.B.:

  • wie soll mein Unternehmen heißen?
  • wie soll mein Logo aussehen?

Um diese Fragen richtig und korrekt beantworten zu können, sollte man sich folgende Gedanken machen:

  • was macht mich als Hochzeitsplaner bzw. als Person aus?
  • was unterscheidet mich von anderen Planern?
  • Warum sollten Paare gerade mich buchen?

Am besten holt man sich bei diesen Fragen und der Umsetzung des sogenannten Corporate Designs Unterstützung. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt für die Außendarstellung des eigenen Unternehmens, der letztlich für den Erfolg sehr entscheidend ist.

Dieser Blogbeitrag soll einen ersten groben Überblick für den Start in die Selbständigkeit geben. Detaillierte Informationen, Insidertipps, typische Anfängerfehler eines Hochzeitsplaners und vieles mehr gibt es in unseren Kursen der Hochzeitsplane-Akademie.

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